Romeos
Romeos

BIOGRAFIE:

"We Can Make It" war Titel und Anspruch des ROMEOS-Albums Anfang 1992. Die Kritikerlieblinge aus Bremen und Oldenburg machten es tatsächlich. Nach diesem Album nahm WARNER/WEA mit den ROMEOS eine der hoffnungsvollsten neuen deutschen Bands unter Vertrag.

Die Anfänge:

Jürgen: "Ich bin vor 15 Jahren auf eine Gitarre gestoßen und habe mir fortan von Platten heruntergehört wie man sie spielt."

Olaf: "Mein musikalischer Beginn war Peter Bursch's Gitarrenbuch."

Als Jugendliche lernten sie sich in der Schule kennen und "... wir hatten nichts anderes im Schädel als Gitarre zu spielen." Jürgen und Olaf gründeten die ROMEOS, trennten sich allerdings kurze Zeit später wieder um privat erstmal eigene Wege zu gehen.

Fortsetzung:

Anfang '88 trafen die beiden sich dann auf einer Party, "bei der viel getrunken wurde", wieder und beschlossen nochmals neu anzufangen. Sie stießen auf Drummer Dietmar und gehörten als Trio schon bald zum Muß in der hiesigen Live-Szene. Das Bremer Label FUEGO nahm Kontakt zur Band auf, die ROMEOS waren auf diversen Compilations vertreten, offensichtlich tat sich etwas.

Der erste Schritt:

FUEGO nahm die ROMEOS unter Vertrag. Im Laufe des Jahres '89 spielten Jürgen, Olaf und Dietmar ihr Debutalbum "Juliet" ein. "Up And Down" war die erste Single-Veröffentlichung, ein Stück Vinyl das noch heute die legendäre "Federsingle"

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genannt wird (Das Cover war geteert und gefedert). Der Longplayer "Juliet" schlug unerwartet grandios ein. Der Musik Express wählte es zum Album des Monats, praktisch über Nacht wurden die ROMEOS zu den großen Hoffnungsträgern unabhängiger deutscher Pop-Musik.

Nächste Fortsetzung:

Der überraschende Erfolg des Albums bescherte dem Trio eine Einladung, die irischen Pogues durch die größten Konzerthallen der Republik zu begleiten. Noch rechtzeitig vor Tourbeginn stießen sie auf Michael Jungblut, der fortan die Lead-Gitarre der ROMEOS spielen sollte. Die Tour im November war äußerst erfolg- und lehrreich für die Band, "wir haben zum ersten Mal am wirklichen Profi-Zirkus geschnuppert.

Samples! ?

Im Januar '91 erschien "Cool Wet Cross", eine E.P. die Kritiker und Fans verwirrte.

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Im Heimstudio eines Freundes arbeitete das Quartett mit allerlei Technik und gerade neuen Sample-Rythmen, dessen Ergebnis diese äußerst tanzbare Mini-LP war. Weiteres Lob der Medien folgte, viele Magazine nannten die ROMEOS die beste deutsche Nachwuchsband. "Für uns war diese Platte eine erfolgreiche Lehrstunde in Sachen Studioarbeit und Technik."

Der zweite Schritt:

Nur kurze Zeit später begannen die ROMEOS mit der Arbeit am nächsten Album. Das Album wurde erstmals mit dem neuen Schlagzeuger Jochen Klein eingespielt und man begann mit den Studiosessions im Juli '91. "We Can Make It" erschien im Januar '92 und belegte Platz Zwei der ME/Sounds-Charts. Die Kritiker waren auf ihrer Seite, die Fangemeinde vergrößerten sie während der folgenden Deutschland-Tour und auf unzähligen Festivals.

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Die Rookies:

Im Sommer 1992 nahm die WEA Kontakt zu den ROMEOS auf. Schnell einigte man sich auf eine Zusammenarbeit. Die Suche nach einem geeigneten Produzenten für die erste Produktion erledigte sich fast von selbst. Stephan Galfas, der mit Größen wie Meat Loaf, Cher, Kool And The Gang und Aerosmith arbeitete, sah die ROMEOS zufällig bei ihrem Auftritt im Hamburger Marquee. Er war begeistert und sofort gewillt das neue Album zu produzieren. Erste Vorabaufnahmen wurden in Bremen/Oldenburg eingespielt, danach zog die Band mit Stephan nach New York. Gut zwei Monate nisteten sie sich in den "Carriage House Studios" ein, um ihr drittes Album zu realisieren. "Für uns war die Arbeit am Album anders als bisher. Alles verlief sehr viel professioneller, das Studio war sehr gut, Stephan Galfas war weit mehr als nur Knöpfchendrücker, die Band ist intern gewachsen."
Die insgesamt 14 eingespielten Songs wurden auf dem CD-Album"Rookies Of The Year" veröffentlicht.

Let the Goldfish go:

Nach dem erfolgreichen Debut beim Major WEA, beschloß man, die nächste Produktion in Deutschland einzuspielen. Das Peppermint Park Studio (Fury In The Slaughterhouse) in Hannover bot sich an, da es im Wohn- und Einzugsgebiet der Gruppe lag und über eine der besten Aufnahmemöglichkeiten in Deutschland verfügte.

Die Produktion war ausgereifter als ihr vorhergehendes Werk, da die Romeos durch die Erfahrungen in New York nun auch ihren Umgang in großen Studios gelernt hatten.

Aber man lernt ja nie aus:

Kurz nach Fertigstellung und parallel zur Veröffentlichung des Albums unter dem Titel "Let the Goldfish go", folgte die große Überraschung für die Band. Die Plattenfirma hatte interne Umstrukturierungen vorgenommen und kein Ansprechpartner der Firma war mehr für das Produkt zuständig. Nach einigen Wochen hilfloser Suche nach den richtigen Kompetenzen in der Firma, einigte man sich in einer Krisensitzung auf eine Abstandszahlung und die gegenseitige Vertragsauflösung. Das war 1994.

Die Romeos haben von dem Geld eigenes Aufnahme-Equipment gekauft und experimentieren den Rest des Jahres in verschiedenen Wohnzimmern mit ihren neuen Aufnahmemöglichkeiten.

Was raus muß, muß raus:

Im Laufe der Zeit haben sich so über dreißig Titel der verschiedenen Sessions auf Band gesammelt und man beschließt, unabhängig und unter eigener Kontrolle, daraus eine CD zusammenzustellen. Im Mai 1996 erscheint unter dem Titel "Blue Mental" das sechste Albumn und die erste Eigenproduktion der ROMEOS .

Vieles klingt wieder wie der typische Romeos-Sound der früheren Aufnahmen. Nun weiß man auch, daß die teueren Industrie-Produktionen durch ihre Perfektion vieles von dem Charme der Songs nahmen. Diese positive Erfahrung gab der Gruppe den Mut, diesen Weg weiter zu beschreiten.

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Die Unwägbarkeiten von Raum und Zeit:

Und so war für Frühjahr 1997 das nächste Album in Eigenregie geplant, doch plötzlich wurde es dunkel und niemand konnte mehr etwas sehen. Es stellte sich heraus, das jemand das Licht ausgemacht hatte und nicht darauf geachtet hat, dass die vier Romeos noch mit im Raum waren und so verblieben sie dann auch und konnten sich nicht allein aus diesem Raum befreien weil keiner von ihnen wusste wo das Licht eingeschaltet wird. Man konnte in diesem Raum die Hand nicht vor Augen sehen und deshalb waren die Ohren und die Phantasie der vier gefragt etwas zu unternehmen.

Sie arbeiteten und arbeiteten sich Pläne aus - jeder so wie ihm zu Mute war und über die Jahre schrieben sie viele neue Songs und rauften sich in der Dunkelheit zu einem neuen Licht zusammen was den Raum erhellte und mit Hilfe dieses Lichtes entkamen sie im Frühjahr 2003 aus ihrer unfreiwilligen Gefangenschaft und machten da weiter wo sie 1996 aufgehört hatten.

Sie probten und probten und nahmen im Sommer 2003 im Tonstudio Roter bei Oldenburg ihren 7. Longplayer auf. Die CD heißt "Septemper Roses" und ist vollgepackt mit neuen Songs die in alter Romeos Qualität die ganzen Jahre der Verlorenheit sofort vergessen lassen. Sie sind wieder da die vier aus Oldenburg und Bremen und lassen auch ihr Live-Publikum nicht im Stich. Eine Mischung aus alten und neuen Songs lässt so manche Erinnerung an die frühen Jahre und gleichzeitig den Geschmack nach mehr in Zukunft aufkommen.

Für den Sommer 2004 ist schon der nächste Studiotermin gebucht, mal schauen was so kommt.